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Allergenspezifische Immuntherapie (Grundlagen)

Die allergenspezifische Immuntherapie (AIT), auch Hyposensibilisierung genannt, ist die einzige Behandlung, die den Verlauf allergischer Erkrankungen nachhaltig verändern kann.

Einführung

Dabei werden schrittweise kontrollierte Dosen des auslösenden Allergens verabreicht, um die Empfindlichkeit des Immunsystems zu verringern und eine langfristige Toleranz zu erreichen.

Indikationen und Beschwerden

Die Immuntherapie richtet sich an Patienten mit:

  • Anhaltender oder schwerer allergischer Rhinitis
  • Begleitender allergischer Konjunktivitis
  • Leichtem bis mittelschwerem allergischem Asthma
  • Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben oder Insektengift (Bienen, Wespen)

👉 Ziel ist es, die Beschwerden, den Medikamentenbedarf und das Risiko einer Verschlechterung zu verringern.

Prinzip und Wirkmechanismen

Die Immuntherapie wirkt tiefgreifend auf das Immunsystem:

  • Abschwächung der allergischen IgE-Antwort
  • Aufbau von Toleranzmechanismen
  • Verringerung der chronischen Entzündung
  • Nachhaltige Veränderung des natürlichen Verlaufs der Allergie

👉 Die Wirkung setzt allmählich, aber nachhaltig ein und bleibt oft auch nach Behandlungsende bestehen.

Vorherige Diagnostik

Vor jeder Hyposensibilisierung ist eine vollständige allergologische Abklärung unerlässlich:

  • Genaue Identifizierung des auslösenden Allergens
  • Eindeutiger Zusammenhang zwischen Allergen und Beschwerden
  • Geeignete Allergietests (Haut- und/oder Bluttests)
  • Beurteilung des klinischen Schweregrads

👉 Eine Hyposensibilisierung wird nie ohne gesicherte Diagnose begonnen.

Behandlungsformen

Die Behandlung kann auf zwei Hauptwegen erfolgen:

  • Sublingual (Tropfen oder Tabletten unter die Zunge)
  • Als Injektion (subkutane Spritzen)

Die Behandlung umfasst eine Einleitungs- und eine Erhaltungsphase und dauert insgesamt 3 bis 5 Jahre.

👉 Das Schema wird individuell auf Patient und Allergen abgestimmt.

Betreuung

Die allergologische Sprechstunde ermöglicht es:

  • Die Indikation zur Hyposensibilisierung zu bestätigen
  • Die am besten geeignete Verabreichungsform zu wählen
  • Ablauf und erwarteten Nutzen zu erläutern
  • Eine regelmäßige und sichere Verlaufskontrolle zu gewährleisten

👉 Die Immuntherapie wird in der Praxis oder in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Zentrum eingeleitet.

Häufige Fragen

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