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Dermatologie · Kopfhaut & Haare

Chronischer Haarausfall

Chronischer Haarausfall ist ein diffuser Haarverlust, der länger als 6 Monate anhält und oft schwankt. Häufig handelt es sich um ein chronisches telogenes Effluvium, das von einer beginnenden androgenetischen Alopezie abzugrenzen ist. Weniger abrupt als ein akuter Haarausfall, verringert er nach und nach die Haarfülle und schlägt aufs Gemüt. Da der Haarfollikel nicht zerstört wird, ist mit einer geeigneten Behandlung ein Nachwachsen möglich.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 4. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Chute de cheveux chronique

Einleitung

Chronischer Haarausfall, auch chronisches telogenes Effluvium genannt, bezeichnet einen anhaltenden, diffusen Haarverlust, der seit mehr als 6 Monaten besteht – oft schwankend, aber dauerhaft. Anders als beim akuten Effluvium ist der Haarausfall weniger auffällig, doch durch seine lange Dauer nimmt die Haardichte allmählich ab, und die psychische Belastung ist erheblich. Der Haarfollikel wird nicht zerstört: Es handelt sich um eine funktionelle Störung, die bei angemessener Behandlung potenziell reversibel ist.

Symptome

  • Diffuser, über längere Zeit anhaltender Haarausfall (> 6 Monate)
  • Gefühl, dass das Haar an Volumen verliert
  • Feineres, weniger widerstandsfähiges Haar
  • Sichtbarer Haarverlust beim Bürsten und Waschen, im Alltag jedoch mäßig
  • Wechsel zwischen Phasen der Verschlechterung und der Beruhigung
  • Klinisch unauffällige Kopfhaut
  • Häufig Ängste aufgrund der langen Dauer des Haarausfalls

Ursachen

Chronischer Stress oder anhaltende Überlastung
Hormonelle Störungen (Schilddrüse, Perimenopause, verlängerte Zeit nach der Geburt)
Anhaltende Nährstoffmängel (Eisen, Zink, Vitamine)
Wiederholte oder unausgewogene Diäten
Chronisch-entzündliche oder systemische Erkrankungen
Langzeitmedikation
Neigung zu Ängstlichkeit oder anhaltende Erschöpfung

Diagnose

  1. Die Diagnose stützt sich auf: ausführliche Anamnese zum zeitlichen Verlauf, fachdermatologische Untersuchung, mäßig positiven und diffusen Zupftest, Trichoskopie (erhöhter Anteil von Haaren in der Telogenphase), Verlaufsfotos
  2. Ausführliche Anamnese zum zeitlichen Verlauf
  3. Fachdermatologische Untersuchung
  4. Mäßig positiver und diffuser Zupftest
  5. Trichoskopie (erhöhter Anteil von Haaren in der Telogenphase)
  6. Verlaufsfotos
  7. Gezielte Laboruntersuchungen, bei Bedarf wiederholt

Behandlungen

Erkennen und Beheben der auslösenden Faktoren
Ausgleich nachgewiesener Mängel
Anpassung medikamentöser Behandlungen, wenn möglich
Ganzheitliche Begleitung (Lebensrhythmus, Stress)
Topisches Minoxidil in bestimmten Situationen
Gezielte und kontrollierte Nahrungsergänzung
Schonende, regelmäßige und angepasste Haarpflege
Medizinische LED-Therapie (Anregung des Haarzyklus)
Microneedling der Kopfhaut (schonende Protokolle)
PRP-Behandlung der Kopfhaut bei ausgewählten Patienten
Individuelle Programme zur Unterstützung des Haarwachstums
die Ursachen beheben
den Haarzyklus unterstützen
den Patienten beruhigen

Betreuung

Fachärztliche dermatologische Sprechstunde

Ganzheitliche und individuelle Analyse

Erstellung eines realistischen Behandlungsplans

Regelmäßige Verlaufskontrollen über mehrere Monate

Schrittweise Anpassung der Behandlungen

Häufige Fragen

Sprechstunde bei chronischem Haarausfall

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

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