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Dermatologie · Hauttumoren

Verdächtige pigmentierte Hautveränderungen

Eine pigmentierte Hautveränderung gilt als verdächtig, wenn ihr Aussehen, ihre Entwicklung oder der klinische Zusammenhang nicht von vornherein auf Gutartigkeit schließen lassen. Die dermatologische Untersuchung mit Dermatoskopie ermöglicht es, ein gutartiges Muttermal von einem Melanom oder einem anderen Hauttumor zu unterscheiden. Danach wird über eine Verlaufskontrolle oder eine Entfernung entschieden.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 5. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Einleitung

Sie sind ein wichtiger Grund für eine Sprechstunde, da es sich um einen atypischen Nävus oder ein beginnendes Melanom handeln kann. Grundsätzlich gilt: lieber eine Hautveränderung zu viel untersuchen als eine frühe Diagnose verpassen.

Symptome

  • Neuer Fleck oder neue pigmentierte Hautveränderung im Erwachsenenalter
  • Kürzliche Veränderung einer bestehenden Hautveränderung
  • Asymmetrische Form
  • Unregelmäßige oder unscharfe Begrenzung
  • Uneinheitliche Farbe (braun, schwarz, grau, rot, blau)
  • Rasche Größenzunahme
  • Juckreiz, Schmerzen oder Blutung
  • Hautveränderung, die anders aussieht als die übrigen („Ugly-Duckling-Zeichen“, Zeichen des hässlichen Entleins)

Ursachen

Atypischer oder sich verändernder Nävus
Beginnendes Melanom
Atypische Lentigo
Entzündliche oder verletzungsbedingte pigmentierte Hautveränderung
Melanom in der eigenen oder familiären Vorgeschichte
Intensive oder wiederholte Sonnenexposition
Heller Hauttyp (helle Haut, helle Augen, helle Haare)
Hohe Anzahl von Nävi (Muttermalen)
Immunschwäche
Nutzung von Solarien

Diagnose

  1. Vollständige Untersuchung der Haut
  2. Dermatoskopie (Beurteilung der Pigmentstrukturen)
  3. Abgleich mit den ABCDE-Kriterien
  4. Standardisierte Fotos und digitale Verlaufskontrolle unklarer Hautveränderungen
  5. Bei Verdacht grundsätzlich chirurgische Entfernung zur Diagnosesicherung

Behandlungen

Engmaschige dermatoskopische Kontrolle (wenig verdächtige Hautveränderungen)
Ganzkörperkartierung bei zahlreichen Hautveränderungen
Vollständige chirurgische Entfernung verdächtiger Hautveränderungen
Grundsätzliche feingewebliche (histologische) Untersuchung jedes entfernten Gewebes
dermatoskopisch
kontraindiziert

Betreuung

Fachärztliche dermatologische Sprechstunde

Individuelle Risikobeurteilung

Gemeinsame Entscheidung zwischen Kontrolle und Entfernung

Aufklärung des Patienten über Warnzeichen

Regelmäßige Kontrollen je nach Risikoprofil (mitunter lebenslang)

Häufige Fragen

Sprechstunde bei verdächtigen pigmentierten Hautveränderungen

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

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