Einleitung
Typisch ist plötzlich einsetzendes hohes Fieber, nach dessen Abklingen ein vorübergehender Hautausschlag auftritt. Die Erkrankung heilt in der Regel von selbst ohne Folgen aus.
Symptome
- Plötzliches hohes Fieber (oft > 39 °C) über 3 bis 5 Tage
- Trotz des Fiebers relativ guter Allgemeinzustand
- Plötzlicher Fieberabfall
- Anschließend rosafarbener makulopapulöser Ausschlag
- Ausschlag vor allem am Rumpf, danach an Hals und Gliedmaßen
- Kein Juckreiz
- Mögliche Reizbarkeit
- Mögliche Fieberkrämpfe (selten)
Ursachen
- Infektion mit HHV-6 (hauptsächlich) oder HHV-7
- Übertragung über die Atemwege oder den Speichel
- Sehr häufige Infektion vor dem 2. Lebensjahr
- Inkubationszeit
- 5 bis 15 Tage
- Ansteckend vor allem während der Fieberphase
Diagnose
- Diagnose überwiegend klinisch
- Typische Abfolge: hohes Fieber, gefolgt von einem Ausschlag beim Fieberabfall
- Routinemäßig keine weiteren Untersuchungen notwendig
- Serologie oder PCR nur bei untypischem Verlauf
- Abgrenzung gegenüber: Masern, Röteln, anderen viralen Exanthemen
- Masern
- Röteln
- Andere virale Exantheme
Behandlungen
- Altersgerechte fiebersenkende Mittel
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- Klinische Überwachung
- Ruhe
- Kontrolle der Körpertemperatur
- Information und Beruhigung der Eltern
- Keine spezielle dermatologische Technik angezeigt
- Einfache klinische Verlaufskontrolle
Betreuung
Kinderärztliche oder dermatologische Betreuung
Überwachung von Säuglingen mit Risiko für Fieberkrämpfe
Klare Information über den harmlosen Verlauf
Nach Abklingen des Fiebers keine strenge Isolierung erforderlich