Einleitung
Die Candidose der Haut ist eine oberflächliche Pilzinfektion, die meist durch Candida albicans verursacht wird – einen Hefepilz, der natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vorkommt. Sie entsteht, wenn das Gleichgewicht der Haut gestört ist und sich der Pilz übermäßig vermehren kann. Am häufigsten sind die Hautfalten betroffen, grundsätzlich kann aber jede Hautstelle befallen werden.
Symptome
- Scharf begrenzte rote Herde
- Glänzende, aufgeweichte Haut
- Brennen oder Schmerzen
- Unterschiedlich starker Juckreiz
- Mögliche oberflächliche Einrisse
- Typische kleine Streuherde am Rand (Satellitenläsionen)
- Mögliches Nässen in den Hautfalten
- Manchmal unangenehmer Geruch
Ursachen
- Übermäßige Vermehrung von Candida
- Begünstigende Faktoren
- Feuchtigkeit und aufgeweichte Haut, übermäßiges Schwitzen, Diabetes, Übergewicht, Schwangerschaft, Immunschwäche, längere Antibiotikabehandlung
- Feuchtigkeit und aufgeweichte Haut
- Übermäßiges Schwitzen
- Diabetes
- Übergewicht
- Schwangerschaft
- Immunschwäche
- Längere Antibiotikabehandlung
- Gestörtes Gleichgewicht der Hautflora
Diagnose
- Diagnose überwiegend klinisch
- Typisches Bild mit Satellitenherden
- Mykologischer Abstrich bei: unklarer Diagnose, Therapieversagen, wiederkehrenden Formen
- Diagnostischem Zweifel
- Therapieversagen
- Wiederkehrende Formen
- Abgrenzung gegenüber: bakteriellem Intertrigo, Psoriasis inversa, Kontaktdermatitis
- Bakterielle Intertrigo
- Psoriasis inversa
- Kontaktdermatitis
Behandlungen
- Lokale Antimykotika (Azole, Polyene)
- Anwendung 1- bis 2-mal täglich
- Antimykotika zum Einnehmen bei ausgedehnten oder wiederkehrenden Formen
- Sorgfältiges Trocknen der betroffenen Stellen
- Verringerung von Feuchtigkeit und Reibung
- Weite, atmungsaktive Kleidung
- Keine spezielle gerätegestützte Technik
- Medizinisch-dermatologische Behandlung
Betreuung
Individuelle dermatologische Betreuung
Suche nach und Behebung begünstigender Faktoren
Verlaufskontrolle bei häufigen Rückfällen
Aufklärung des Patienten über Hygienemaßnahmen