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Dermatologie · Kopfhaut & Haare

Akuter Haarausfall

Akuter Haarausfall, das akute telogene Effluvium, äußert sich durch einen plötzlichen, diffusen und oft beunruhigend starken Haarverlust. Er tritt meist 2 bis 3 Monate nach einem auslösenden Ereignis auf: Fieber, Entbindung, Operation, starker Stress oder strenge Diät. Da der Haarfollikel nicht zerstört wird, ist der Haarausfall reversibel, und die Haare wachsen in den meisten Fällen von selbst nach.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 4. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Chute de cheveux aiguë

Einleitung

Akuter Haarausfall, medizinisch akutes telogenes Effluvium, ist ein diffuser, plötzlicher und oft beunruhigend starker Haarverlust, der meist 2 bis 3 Monate nach einem auslösenden Ereignis auftritt. Es handelt sich um eine vorübergehende Störung des Haarzyklus ohne Zerstörung des Haarfollikels, weshalb er in den meisten Fällen reversibel ist.

Symptome

  • Diffuser Haarausfall auf der gesamten Kopfhaut
  • Starker Haarverlust beim Waschen, Bürsten oder auf dem Kopfkissen
  • Allgemeine Abnahme der Haardichte ohne kahle Stellen
  • Haare fallen mit Wurzel aus (Haare in der Telogenphase)
  • Keine vernarbten Bereiche
  • Kopfhaut unauffällig oder leicht empfindlich
  • Häufig Ängste wegen des starken Haarverlusts

Ursachen

Häufige Ursachen
Starker Stress oder seelischer Schock Hohes Fieber, akute Infektion Operation Entbindung (postpartal) Akute Erkrankung oder Krankenhausaufenthalt Strenge Diät oder rascher Gewichtsverlust Nährstoffmängel Absetzen oder Beginn bestimmter Medikamente
Starker Stress oder seelischer Schock
Hohes Fieber, akute Infektion
Operation
Entbindung (postpartal)
Akute Erkrankung oder Krankenhausaufenthalt
Strenge Diät oder rascher Gewichtsverlust
Nährstoffmängel
Absetzen oder Beginn bestimmter Medikamente

Diagnose

  1. Die Diagnose stützt sich vor allem auf: Genaue Anamnese (auslösendes Ereignis 2–3 Monate zuvor) Dermatologische Untersuchung der Kopfhaut Diffus positiver Zupftest Trichoskopie mit erhöhtem Anteil telogener Haare
  2. Genaue Anamnese (auslösendes Ereignis 2–3 Monate zuvor)
  3. Dermatologische Untersuchung der Kopfhaut
  4. Diffus positiver Zupftest
  5. Trichoskopie mit erhöhtem Anteil telogener Haare
  6. Gezielte Laboruntersuchungen bei Bedarf (Eisen, Ferritin, Schilddrüse, Vitamine)
  7. Die Untersuchung dient vor allem dazu, einen begleitenden erblich bedingten (androgenetischen) oder vernarbenden Haarausfall auszuschließen

Behandlungen

Ermittlung und Behebung der auslösenden Ursache
Beruhigung und Aufklärung des Patienten
Ausgleich eventueller Mängel
Anpassung der Medikation bei Bedarf
In bestimmten Fällen vorübergehend Minoxidil zur äußerlichen Anwendung
Gezielte Nahrungsergänzung
Milde Shampoos und schonende Pflege
Medizinische LED-Therapie (sanfte Stimulation des Haarzyklus)
Leichtes Microneedling der Kopfhaut (in ausgewählten Fällen)
Individuelle Programme zur Unterstützung des Haarwachstums
ursachenbezogen und beruhigend

Betreuung

Fachärztliche dermatologische Sprechstunde

Genaue Diagnose und Ausschluss ernsthafter Ursachen

Individuelle Behandlungsstrategie

Mittelfristige Kontrollen bis zur vollständigen Normalisierung

Häufige Fragen

Sprechstunde bei akutem Haarausfall

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

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