Einleitung
Anders als Sofortreaktionen werden sie nicht durch IgE vermittelt, sondern durch zelluläre Mechanismen (Typ-IV-Reaktion). Sie betreffen meist die Haut, können aber mitunter schwer verlaufen und eine fachärztliche Behandlung erfordern.
Symptome
- Diffuser makulopapulöser Ausschlag
- Ekzemartige Hautveränderungen
- Generalisierte Rötung
- Mehr oder weniger starker Juckreiz
- Schuppung
- Mögliche Beteiligung der Schleimhäute (schwere Formen)
- In manchen Fällen Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl
Ursachen
- Überempfindlichkeitsreaktion vom Spättyp (Typ IV)
- Allmähliche Sensibilisierung gegenüber dem Medikament
- IgE-unabhängiger Mechanismus
- Reaktion mitunter erst nach mehreren Behandlungstagen
- Antibiotika
- Antiepileptika
- Allopurinol
- Entzündungshemmende Mittel
- Topische Arzneimittel
- Bestimmte Dauermedikationen
Diagnose
- Ausführliche Anamnese (genauer zeitlicher Ablauf)
- Prüfung aller eingenommenen Medikamente
- Dermatologische Untersuchung
- Ausschluss einer infektiösen oder toxischen Ursache
- Allergologische Spezialtests mit zeitlichem Abstand: Epikutantests mit Arzneimitteln, Hauttests mit Spätablesung, kontrollierte Provokationstests (ausgewählte Fälle)
- Epikutantests mit Arzneimitteln
- Hauttests mit Spätablesung
- Kontrollierte Provokationstests (ausgewählte Fälle)
Behandlungen
- Endgültiges Absetzen des verdächtigen Medikaments
- Topische oder systemische Kortikosteroide je nach Ausdehnung
- Antihistaminika gegen den Juckreiz
- Engmaschige klinische Überwachung
- Krankenhausaufenthalt bei schweren Formen
- kontraindiziert
Betreuung
Das verantwortliche Medikament genau bestimmen
Unnötige Ausschlüsse vermeiden
Künftige Behandlungen sicher gestalten
Harmlose von schweren Formen unterscheiden
Einen offiziellen ärztlichen Befundbericht ausstellen