Einleitung
Es kann medikamentös bedingt, erblich oder erworben sein; manche Formen erfordern wegen der Gefahr für die Atemwege eine sofortige Behandlung.
Symptome
- Tiefe, derbe, meist nicht juckende Schwellung
- In der Regel keine Quaddeln
- Häufig betroffen: Lippen, Augenlider, Zunge
- Mögliche Bauchschmerzen (erbliche Formen)
- Teilweise langsamere Entwicklung
- Lange Dauer (48 bis 72 Stunden, manchmal länger)
Ursachen
- Medikamentös
- ACE-Hemmer, seltener Sartane
- Erblich
- Mangel oder Funktionsstörung des C1-Esterase-Inhibitors
- Erworben
- in Verbindung mit bestimmten Systemerkrankungen
- Mögliche Auslöser
- Stress, Verletzungen, Infektionen, zahnärztliche Eingriffe
Diagnose
- Gezielte Anamnese (Medikamente, familiäre Vorgeschichte)
- Klinische Untersuchung
- Ausschluss eines allergischen Mechanismus
- Spezifische Laboruntersuchungen bei Verdacht auf ein bradykininvermitteltes Angioödem
- Überweisung ins Krankenhaus bei Unklarheit oder schwerem Verlauf
Behandlungen
- Dauerhaftes Absetzen des auslösenden Medikaments (ACE-Hemmer)
- Spezifische Behandlung der bradykininvermittelten Formen
- Engmaschige ärztliche Überwachung
- Stationäre Aufnahme bei Beteiligung der Atemwege
- Schulung der Patienten zu Warnzeichen
- unwirksam
Betreuung
Allergisches und nicht allergisches Angioödem zu unterscheiden
Die genaue Ursache zu ermitteln
Erneuten Schüben vorzubeugen
Bei Bedarf eine spezialisierte Weiterbetreuung einzuleiten
Künftige Verordnungen sicher zu gestalten