Einleitung
Der Hautmilzbrand, auch kutaner Anthrax genannt, ist eine seltene, aber potenziell schwere bakterielle Infektion, die durch Bacillus anthracis verursacht wird. Er ist die häufigste Form des Milzbrands beim Menschen. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt verletzter Haut mit infizierten Tieren oder kontaminierten tierischen Produkten. Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung ist der Verlauf in den meisten Fällen günstig.
Symptome
- Schmerzlose Papel an der Eintrittsstelle
- Rasche Umwandlung in ein Bläschen oder eine Pustel
- Bildung eines typischen schwarzen Schorfs in der Mitte
- Ausgeprägtes Ödem um die Hautveränderung
- Keine Schmerzen trotz des eindrucksvollen Erscheinungsbildes
- Mögliche Schwellung der regionalen Lymphknoten
- Mäßiges oder fehlendes Fieber bei einfachen Formen
- Mögliche Allgemeinsymptome bei komplizierten Formen
Ursachen
- Infektion mit Bacillus anthracis
- Eindringen der Bakterien über eine kleine Hautverletzung
- Kontakt mit
- infizierten Tieren, kontaminierten Häuten, Wolle oder Fleisch
- infizierten Tieren
- kontaminierten Häuten, Wolle oder Fleisch
- Erhöhtes Risiko in bestimmten Berufen (Tierhaltung, Schlachthöfe, Tierärzte)
- In der Regel kurze Inkubationszeit
- 1 bis 7 Tage
Diagnose
- Hinweisende klinische Diagnose beim typischen schwarzen Schorf
- Beruflicher Kontext oder riskante Exposition
- Mikrobiologische Bestätigung: lokaler Abstrich, Blutkulturen bei Allgemeinsymptomen
- lokaler Abstrich
- Blutkulturen bei Allgemeinsymptomen
- PCR oder spezielle Kulturen im Krankenhaus
- Meldepflicht gemäß geltender Gesetzgebung
Behandlungen
- Ciprofloxacin
- Doxycyclin
- Amoxicillin (je nach Antibiogramm und Situation)
- Engmaschige klinische Überwachung
- Stationäre Aufnahme bei ausgedehnten Formen oder Allgemeinsymptomen
- Keine chirurgische Drainage der aktiven Hautveränderung
- Keine gerätegestützte dermatologische Technik
- Spezialisierte und koordinierte ärztliche Behandlung
Betreuung
Dringende ärztliche Behandlung
Abstimmung mit infektiologischen Fachabteilungen
Angemessene Isolierung gemäß den gesundheitsbehördlichen Empfehlungen
Meldung und epidemiologische Nachverfolgung
Dermatologische Verlaufskontrolle bis zur vollständigen Abheilung