Einleitung
Der bakterielle Intertrigo ist eine Hautinfektion in den Hautfalten, die durch ein feuchtes Hautmilieu, Reibung und Feuchtigkeit begünstigt wird. Er tritt vor allem dort auf, wo Haut auf Haut liegt (Leisten, Gesäßfalte, unter der Brust, Achseln). Die Bakterien – meist Streptokokken oder Staphylokokken – vermehren sich auf der vorgeschädigten Haut und verursachen eine örtliche, mitunter schmerzhafte Entzündung.
Symptome
- Kräftige, scharf begrenzte Rötung in den Hautfalten
- Lokales Brennen oder Schmerzen
- Aufgeweichte (mazerierte) Haut
- Mögliches Nässen
- Oberflächliche Einrisse oder Erosionen
- Mitunter unangenehmer Geruch
- Unterschiedlich starker Juckreiz
- Mögliche Ausbreitung auf angrenzende Bereiche
Ursachen
- Bakterienvermehrung auf aufgeweichter Haut
- Begünstigende Faktoren
- starkes Schwitzen wiederholte Reibung Adipositas Diabetes enge oder synthetische Kleidung
- übermäßiges Schwitzen
- wiederholte Reibung
- Übergewicht
- Diabetes
- enge oder synthetische Kleidung
- Mögliche Superinfektion einer zunächst nicht infektiösen Intertrigo
Diagnose
- Diagnose überwiegend klinisch
- Untersuchung der betroffenen Hautfalten
- Bakteriologischer Abstrich bei: Therapieversagen wiederkehrenden Formen diagnostischen Zweifeln (bakteriell oder Pilz)
- Therapieversagen
- wiederkehrenden Formen
- diagnostischen Zweifeln (bakteriell oder Pilz)
- Differenzialdiagnose: Pilz-Intertrigo Psoriasis inversa Kontaktdermatitis
- Pilz-Intertrigo
- Psoriasis inversa
- Kontaktdermatitis
Behandlungen
- Milde Antiseptika
- Geeignete lokale Antibiotika
- Schützende Barrierecremes nach der akuten Phase
- Antibiotika zum Einnehmen bei ausgedehnten oder hartnäckigen Formen
- Sorgfältiges Trocknen der Hautfalten
- Reibung verringern
- Weite Kleidung aus Baumwolle
- Gewichtsabnahme bei Bedarf
- Keine gerätegestützte dermatologische Technik
- Konventionelle ärztliche Behandlung
Betreuung
Individuelle dermatologische Behandlung
Erkennen und Beheben begünstigender Faktoren
Vorbeugung von Rückfällen durch geeignete Hygienemaßnahmen
Verlaufskontrolle bei chronischen oder wiederkehrenden Formen