Einleitung
Zu den Infektionen der Kopfhaut zählen Erkrankungen durch Pilze, Bakterien oder Parasiten, die Juckreiz, entzündliche Läsionen, Schuppen, Krusten und Haarausfall verursachen können. Sie erfordern eine genaue Diagnose, da sich die Behandlung je nach Erreger grundlegend unterscheidet. Eine frühzeitige Behandlung beugt Komplikationen und bleibenden Haarschäden vor.
Symptome
- Teilweise starker Juckreiz
- Umschriebene oder ausgedehnte Rötung und Entzündung
- Dicke Schuppen, Krusten, Nässen
- Pusteln oder schmerzhafte follikuläre Läsionen
- Kahle, teils entzündete Stellen
- Umschriebener oder diffuser Haarausfall
- Fieber oder Lymphknotenschwellungen bei manchen schweren Verlaufsformen
Ursachen
- Kopfpilz (Tinea capitis)
- Hefepilze (bestimmte entzündliche Formen)
- Bakterielle Follikulitis
- Impetigo der Kopfhaut
- Superinfektion vorbestehender Hauterkrankungen
- Pedikulose (Kopfläuse)
- Krätze (Skabies; bei Erwachsenen an der Kopfhaut seltener)
Diagnose
- Die Diagnose stützt sich auf: Fachärztliche dermatologische Untersuchung Genaue klinische Beurteilung der Läsionen Mykologische Untersuchungen (Pilzabstriche) Bakteriologische Abstriche bei Bedarf Gezielte Dermatoskopie Ausschluss von Differenzialdiagnosen: Psoriasis seborrhoisches Ekzem nicht infektiöse entzündliche Alopezien
- Fachdermatologische Untersuchung
- Genaue klinische Beurteilung der Läsionen
- Mykologische Untersuchungen (Pilzabstriche)
- Bakteriologische Abstriche bei Bedarf
- Gezielte Dermatoskopie
- Ausschluss von Differenzialdiagnosen: Psoriasis seborrhoisches Ekzem nicht infektiöse entzündliche Alopezien
- Psoriasis
- seborrhoische Dermatitis
- nicht infektiöse entzündliche Alopezien
Behandlungen
- Antimykotika zur äußerlichen oder innerlichen Anwendung
- Antibiotika äußerlich oder systemisch je nach Schweregrad
- Gezielte Behandlung gegen Parasiten
- Antiseptische Lokalbehandlung
- Bei Bedarf Mitbehandlung von Kontaktpersonen
- Sorgfältige Kopfhauthygiene
- Meiden kontaminierter Gegenstände
- Desinfektion von Textilien und Accessoires
- Rezidivprophylaxe
- Medizinische LED-Therapie (ergänzend entzündungshemmend und wundheilungsfördernd)
- Ärztlich begleitete dermatologische Kopfhautpflege
- Unterstützende Behandlungsprotokolle nach Abheilen der Infektion
- streng ursachenbezogen
Betreuung
Fachärztliche dermatologische Sprechstunde
Rasche Identifizierung des Erregers
Einleitung einer gezielten Behandlung
Kontrollen bis zur vollständigen Abheilung
Vorbeugung von Rezidiven und Komplikationen