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Dermatologie · Virusinfektionen der Haut

Ringelröteln (Erythema infectiosum, Parvovirus B19)

Die Ringelröteln (Erythema infectiosum), auch „fünfte Krankheit“ genannt, sind eine häufige Virusinfektion durch das Parvovirus B19. Sie betreffen vor allem Kinder im Schulalter, können aber auch Erwachsene treffen, bei denen sie manchmal Gelenkschmerzen verursachen. Typisch ist eine kräftige Rötung der Wangen (Aussehen wie „geohrfeigt“), gefolgt von einem girlandenförmigen Ausschlag an Rumpf und Gliedmaßen. Ein mäßiges Fieber kann vorausgehen. In den allermeisten Fällen harmlos, heilen sie von selbst ab. Besondere Vorsicht ist jedoch in der Schwangerschaft und bei immungeschwächten Personen geboten.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 17. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit

Érythème infectieux (Parvovirus B19)

Einleitung

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine gutartige Virusinfektion, die durch das Parvovirus B19 verursacht wird. Sie betreffen vor allem Kinder, können aber auch bei Erwachsenen auftreten. Typisch ist ein charakteristischer Hautausschlag, dem oft leichte Allgemeinsymptome vorausgehen. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung von selbst ab.

Symptome

  • Kräftig roter Ausschlag auf den Wangen („Ohrfeigengesicht“)
  • Makulopapulöser Ausschlag an Rumpf, Armen und Beinen
  • Mitunter netz- oder girlandenförmiges Muster auf der Haut
  • Mäßiges oder kein Fieber
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (vor allem bei Erwachsenen)
  • Möglicher leichter Juckreiz
  • Leichte Atemwegsbeschwerden in der Anfangsphase

Ursachen

Infektion mit dem Parvovirus B19
Übertragung über die Atemwege (Tröpfcheninfektion)
Übertragung bei engem Kontakt oder in Schulen möglich
Inkubationszeit
etwa 1 bis 3 Wochen
Höchste Ansteckungsgefahr vor Auftreten des Ausschlags

Diagnose

  1. Diagnose überwiegend klinisch
  2. Häufig gehäuftes Auftreten (Schulen, Gemeinschaftseinrichtungen)
  3. Virusserologie bei diagnostischen Zweifeln
  4. PCR aus dem Blut besonderen Situationen vorbehalten: Schwangerschaft Immunschwäche ungeklärte Blutarmut
  5. Schwangerschaft
  6. Immunschwäche
  7. ungeklärte Blutarmut

Behandlungen

Fiebersenkende Mittel bei Fieber
Schmerzmittel gegen Gelenkschmerzen
Antihistaminika bei Juckreiz
Ruhe
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Nach Auftreten des Ausschlags kein Fernbleiben von der Schule nötig
Keine spezielle dermatologische Technik angezeigt
Einfache klinische Verlaufskontrolle bei unkomplizierten Formen

Betreuung

Dermatologische oder kinderärztliche Betreuung je nach Alter

Besondere Überwachung bei: Schwangeren immungeschwächten Patienten Patienten mit chronischer Blutarmut

Schwangeren

immungeschwächten Patienten

Patienten mit chronischer Blutarmut

Beruhigende Aufklärung von Patient und Umfeld

Häufige Fragen

Sprechstunde bei Ringelröteln (Parvovirus B19)

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

Anrufen Termin vereinbaren