Intradermaltests
Intradermaltests sind allergologische Hauttests, bei denen eine sehr geringe Allergenmenge in die oberflächliche Lederhaut (Dermis) injiziert wird.
Definition
Sie dienen dem Nachweis einer allergischen Sensibilisierung vom Soforttyp (IgE-vermittelt), wenn Pricktests negativ oder nicht ausreichend aussagekräftig sind.
Betreuung
- Spezialisierte diagnostische Untersuchung.
- Durchgeführt im Rahmen einer vertieften allergologischen Abklärung.
- Test der zweiten Wahl, nach den Pricktests.
- Kostenübernahme gemäß den geltenden medizinischen Regelungen.
Wo findet der Test statt?
👉 Ausschließlich in der Praxis, unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht.
Der Test wird niemals außerhalb einer gesicherten medizinischen Umgebung durchgeführt.
Wozu dient der Test?
Mit Intradermaltests lässt sich:
- eine Allergie vom Soforttyp nachweisen, die mit Pricktests nicht erkannt wurde.
- bestimmte Arzneimittelallergien abklären.
- eine Abklärung vor einer Hyposensibilisierung ergänzen.
- die Diagnose bei starkem klinischem Verdacht präzisieren.
⚠ Ihre Auswertung muss besonders sorgfältig erfolgen.
Indikationen
- Verdacht auf eine Allergie vom Soforttyp bei negativen Pricktests.
- Arzneimittelallergien (Antibiotika, Anästhetika) sowie Insektengiftallergien.
- Abklärung vor einer allergenspezifischen Immuntherapie.
- Ungeklärte, aber auf eine Allergie hinweisende Reaktionen.
- Urtikaria oder verdächtige systemische Reaktionen.
Ablauf
- Desinfektion der Haut (meist am Unterarm).
- Intradermale Injektion eines verdünnten Allergens.
- Bildung einer kleinen Ausgangsquaddel.
- Ablesen nach 15 bis 20 Minuten.
- Vergleich mit Positiv- und Negativkontrolle.
⏱ Gesamtdauer: etwa 30 bis 45 Minuten.
Ergebnisse
- Sofortige Ergebnisse.
- Positive Reaktion = deutliche Vergrößerung der Quaddel mit Erythem.
- Standardisiertes Ablesen nach genauen medizinischen Kriterien.
- Bewertung der Ergebnisse im Zusammenhang mit dem klinischen Bild.
Sicherheit
- ✔ Test unter ärztlicher Aufsicht.
- ✔ Lokale Reaktionen möglich (Juckreiz, Rötung).
- ✔ Allgemeinreaktionen selten, aber möglich.
- ✔ Notfallausrüstung stets griffbereit.
⚠ Dieser Test ist empfindlicher und wird daher enger überwacht als der Pricktest.
Häufige Fragen
Etwas deutlicher spürbar als ein Pricktest, aber gut verträglich.
Er ist empfindlicher, aber weniger spezifisch.
Nein, nur wenn nötig.
Sehr selten – daher die engmaschige Überwachung.
Ja, bei klarer Indikation.
Ja, wie bei den Pricktests.
Eine begrenzte Anzahl, je nach Situation.
Ja, nach einem strengen Protokoll.
Selten, nur bei sehr gezielten Indikationen.
Ja, sofern keine Reaktion auftritt.
Je nach ärztlicher Indikation.
In der Regel wird darauf verzichtet.
Einige Stunden bis zu 24 Stunden.
Ja, falls erforderlich.
Nein, in einer gesicherten medizinischen Umgebung nicht.
Wegen des höheren Risikos und der höheren Empfindlichkeit.
Oft sinnvoll, manchmal unerlässlich.
Ja – daher ist die Auswertung so wichtig.
Ja, aber nur in begrenzter Zahl.
Die Allergologin bzw. der Allergologe.
Termin vereinbaren
Rund um die Uhr online über Doctena oder telefonisch unter +352 49 80 50.