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Dermatologie · Virusinfektionen der Haut

Genitalherpes

Herpes genitalis ist eine häufige sexuell übertragbare Infektion, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) und zunehmend auch durch HSV-1 verursacht wird. Er äußert sich in Schüben kleiner, schmerzhafter Bläschen, die zu Erosionen werden, im Genital-, Perigenital- oder Analbereich. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus ruhend in den Nervenganglien und kann immer wieder reaktiviert werden. Eine Übertragung ist auch ohne Symptome möglich. Wirksame antivirale Behandlungen lindern die Schübe und verringern ihre Häufigkeit.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 4. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Herpès génital

Einleitung

Genitalherpes ist eine chronische Virusinfektion, die vor allem durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2), seltener durch HSV-1 verursacht wird. Typisch sind wiederkehrende Schübe schmerzhafter Bläschen im Genital- oder Perigenitalbereich. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus latent im Körper und kann immer wieder reaktiviert werden.

Symptome

  • Gruppiert stehende Bläschen auf gerötetem Grund
  • Schmerzhafte Erosionen und Ulzerationen nach dem Aufplatzen der Bläschen
  • Lokales Brennen, Kribbeln oder Juckreiz
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
  • Mögliche Lymphknotenschwellungen in der Leiste
  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl bei der Erstinfektion
  • Wiederkehrende Episoden unterschiedlichen Schweregrads

Ursachen

Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV-2 oder HSV-1)
Übertragung durch Haut- und Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr
Übertragung auch ohne sichtbare Läsionen möglich
Auslöser von Rezidiven
Stress Müdigkeit Fieber Immunschwäche
Stress
Müdigkeit
Fieber
Immunschwäche

Diagnose

  1. In den meisten Fällen klinische Diagnose
  2. Bei Bedarf virologischer Abstrich (PCR) aus einer frischen Läsion
  3. Serologie in bestimmten Situationen sinnvoll (Erstinfektion, Abklärung beider Partner)
  4. Differenzialdiagnose: andere sexuell übertragbare Infektionen Aphthosen entzündliche Dermatosen
  5. andere sexuell übertragbare Infektionen
  6. Aphthosen
  7. entzündliche Hauterkrankungen

Behandlungen

Aciclovir
Valaciclovir
Famciclovir
Akutbehandlung während der Schübe
Längerfristige Suppressionstherapie bei häufigen Rezidiven
Schmerzmittel bei Bedarf
Angepasste lokale Hygiene
Verzicht auf Geschlechtsverkehr während der Schübe
Keine spezielle gerätegestützte Technik
Spezialisierte ärztliche Betreuung und Patientenaufklärung

Betreuung

Dermatologische bzw. venerologische Betreuung

Klare Aufklärung über den chronischen Verlauf der Infektion

Psychologische Unterstützung bei starker emotionaler Belastung

Beratung des Partners bzw. der Partner

Regelmäßige Kontrollen bei häufigen Rezidiven

Häufige Fragen

Sprechstunde bei Genitalherpes

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

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