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Dermatologie · Pilzinfektionen (Mykosen)

Pilzinfektion der Kopfhaut (Tinea capitis)

Die Dermatophytose der Kopfhaut (Tinea capitis, Kopfpilz) ist eine ansteckende Pilzinfektion, die vor allem Kinder betrifft. Sie wird durch Dermatophyten verursacht (meist Microsporum oder Trichophyton), befällt Haare und Kopfhaut und führt zu schuppenden Herden und abgebrochenen Haaren. Sie erfordert eine Behandlung mit Antimykotika zum Einnehmen. Unbehandelt kann sie insbesondere in ihrer entzündlichen Form (Kerion) zu einer bleibenden vernarbenden Alopezie führen.

Verfasst von Dr. A. Turcarelli, Dermatologe und Allergologe Aktualisiert am 4. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Dermatophytie du cuir chevelu (teigne)

Einleitung

Die Pilzinfektion der Kopfhaut durch Dermatophyten, Tinea capitis oder Kopfpilz genannt, ist eine ansteckende Pilzinfektion, die vor allem Kinder betrifft. Sie wird durch Dermatophyten verursacht (meist Microsporum oder Trichophyton) und befällt Haare und Kopfhaut. Ohne Behandlung kann sie zu einem bleibenden Haarverlust führen, bei entzündlichen Formen mitunter mit Narbenbildung.

Symptome

  • Schuppende Herde auf der Kopfhaut
  • Örtlich begrenzte kahle Stellen
  • Kurz abgebrochene Haare (wie „abgeschoren“)
  • Unterschiedlich starker Juckreiz
  • Örtliche Rötung
  • Mögliche entzündliche Form mit Schmerzen (Kerion)
  • Nässen oder Krusten bei schweren Formen
  • Mögliche Lymphknotenschwellungen am Hals

Ursachen

Infektion durch Dermatophyten (Microsporum canis, Trichophyton tonsurans usw.)
Übertragung
Direkter Kontakt von Kind zu Kind, Kontakt mit Tieren (Katzen, Hunde), kontaminierte Gegenstände (Bürsten, Mützen, Kopfkissen)
Direkter Kontakt von Kind zu Kind
Kontakt mit Tieren (Katzen, Hunde)
Kontaminierte Gegenstände (Bürsten, Mützen, Kopfkissen)
Begünstigt durch engen Kontakt und Gemeinschaftseinrichtungen

Diagnose

  1. Klinisch richtungsweisende Diagnose
  2. Mykologische Untersuchung unerlässlich: Entnahme von Haaren, Direktpräparat und Kultur
  3. Entnahme von Haaren
  4. Direktpräparat und Kultur
  5. Wood-Lampe hilfreich bei bestimmten Arten (Microsporum)
  6. Abgrenzung gegenüber: kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata), Psoriasis der Kopfhaut, seborrhoischer Dermatitis
  7. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  8. Kopfhautpsoriasis
  9. Seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis)

Behandlungen

Antimykotika zum Einnehmen (Griseofulvin, Terbinafin je nach Erregerart)
Dauer
4 bis 8 Wochen je nach Form und Erreger
Antimykotische Shampoos zur Verringerung der Ansteckungsgefahr
Untersuchung und Behandlung von Kontaktpersonen
Desinfektion von Wäsche, Mützen und Bürsten
Vorübergehender Ausschluss vom Schulbesuch gemäß den Empfehlungen
Keine gerätegestützte Technik
Fachdermatologische ärztliche Behandlung
zwingend systemisch

Betreuung

Dermatologische Behandlung unerlässlich

Abstimmung mit Familie und Schule

Klinische und mykologische Verlaufskontrolle bis zur Heilung

Vorbeugung entzündlicher und vernarbender Formen

Häufige Fragen

Sprechstunde bei Kopfpilz (Tinea capitis)

Konsultation mit gesicherter Diagnose und schriftlichem Behandlungsplan.

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