Einleitung
Die Tinea barbae, auch Bartflechte genannt, ist eine tiefe Pilzinfektion der Haarfollikel im Bart- und Schnurrbartbereich. Sie wird durch Dermatophyten verursacht, meist zoophilen Ursprungs (von Tieren übertragen). Die Erkrankung betrifft fast ausschließlich erwachsene Männer und erfordert eine rasche ärztliche Behandlung, um entzündliche und vernarbende Verlaufsformen zu verhindern.
Symptome
- Entzündliche Herde im Bartbereich
- Follikuläre Papeln und Pusteln
- Mögliche schmerzhafte Knoten
- Örtlich begrenzter Haarausfall
- Krusten und Nässen
- Örtliches Ödem
- Druckschmerz (entzündliche Formen)
- Mögliche Schwellung der regionalen Lymphknoten
Ursachen
- Infektion mit Dermatophyten (häufig Trichophyton verrucosum, T. mentagrophytes)
- Übertragung
- Kontakt mit Tieren (Rinder, Katzen, Hunde), indirekter Kontakt über kontaminierte Gegenstände
- Kontakt mit Tieren (Rinder, Katzen, Hunde)
- Indirekter Kontakt über kontaminierte Gegenstände
- Kleine Verletzungen durch die Rasur
- Begünstigende Grunderkrankungen
- Landwirtschaftliche Tätigkeit, Immunschwäche
- Landwirtschaftliche Tätigkeit
- Immunschwäche
Diagnose
- Klinisch richtungsweisende Diagnose
- Mykologische Untersuchung unerlässlich: Entnahme von Haaren, Direktpräparat und Kultur
- Entnahme von Haaren
- Direktpräparat und Kultur
- Abgrenzung gegenüber: bakterieller Sycosis, bakterieller Follikulitis, entzündlicher Akne
- Bakterielle Sycosis (Sycosis barbae)
- Bakterielle Follikulitis
- Entzündliche Akne
Behandlungen
- Orale Antimykotika (Terbinafin, Itraconazol je nach Erreger)
- Dauer
- mehrere Wochen je nach Schweregrad
- Topische Antimykotika als Ergänzung
- Milde antiseptische Pflege
- Vorübergehender Verzicht auf die Rasur
- Desinfektion der Rasierutensilien
- Suche und Behandlung der tierischen Infektionsquelle
- Keine gerätegestützte Technik
- Fachdermatologische Behandlung
- zwingend systemisch
Betreuung
Dermatologische Behandlung unerlässlich
Klinische und mykologische Verlaufskontrolle
Vorbeugung vernarbender Komplikationen
Aufklärung des Patienten über die Ansteckungsquellen